Handreichung 2. Stichtag für Schulleitungen

modified 2018-08-10; 08:36:59
Aus Saxsvs
Wechseln zu: Navigation, Suche

1 Wesentlich Änderungen zum Vorjahr und weitere wichtige Hinweise

  • Die Klassenbildungsverordnung – SächsKlassBVO und die aktuelle VwV Bedarf und Schuljahresablauf sind bezüglich der Gewichtungszuschläge bei inklusivem Unterricht für die Eingangsklassen (KL1, KL5, JG11 und VK/E), der Klassen- und Gruppenbildung, der Bedarfsberechnung für den Grundbereich und der Berechnung des Ergänzungsbereichs zu beachten.
  • Das Bildungsangebot "INT" (Integrative Unterrichtung) wird ab Schuljahr 2018/2019 als "INKL" (Inklusive Unterrichtung) abgebildet und im Bildungsplan im Bereich "GB" geplant. Mit Auslieferung der Version 4.5.0 des Schulmoduls erfolgt eine automatische Umstellung des Bereich "SCHIVO" auf "GB" bei schon geplanten Bildungsangeboten.
  • Die Integrationsformen "Int1/Int2" sowie "Int3" in den Schülerdaten/Register Förderung werden ab dem Schuljahr 2018/2019 als "Inkl" bzw. "Koop" abgebildet. Mit Auslieferung der Version 4.5.0 des Schulmoduls erfolgt eine automatische Beendigung der "Int"-Zeitscheiben im Register Förderung und Eröffnung einer neuen "Inkl" bzw. "Koop"-Zeitscheibe.
  • Die schulspezifschen Profile an den Gymnasien sind im Bildungsplan mit dem Bildungsangebot "P" zu planen. Die bisherigen Profile P:xx entfallen im Bildungsplan und später auch im Bildungsgang (Art/BG) der Schüler. Dafür wurde in den Schülerdaten/Register Wahlfächer die Möglichkeit geschaffen, den Profilwunsch für die Filterung im Schülerfilter und Auswertung im Klassen-PopUp zu erfassen.
  • Die Stunden zur Schwimmbegleitung an Grund- und Förderschulen werden durch den Schulreferenten pro Schule als Pauschale zugewiesen und dann in der entsprechenden Höhe im Bildungsplan verplant.
  • Die Übernahme der Daten zur amtlichen Schulstatistik Pegasus und das Einfrieren des 2. Stichtages erfolgt wie schon im letzten Schuljahr in Abhängigkeit voneinander. Es sind deshalb unbedingt die Hinweise in der Anleitung 2. Stichtag für SchulleitungenP-internal-link.png und in der Anleitung amtliche Schulstatistik - PegasusP-internal-link.png zu beachten.
  • Grundschulen, die nach §5(2) SächsSchulG jahrgangsübergreifenden Unterricht anbieten, beachten bitte die Hinweise zur Planung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts in der GrundschuleP-internal-link.png

2 Planungsgrundsätze zum 2. Stichtag

2.1 Planung des Grundbereiches

  • Grundschulen, allgemeinbildende Förderschulen, Oberschulen und Gymnasien bilden zum 2. Stichtag die sich aus den Stundentafeln und der durch das Landesamt für Schule und Bildung bewilligten Klassen- und Gruppenbildung ergebenden Bedarfe ab, auch für die Fächer, in denen der Bedarf evtl. nicht gedeckt werden kann.
  • Stunden, die zurzeit nicht mit Lehrpersonal abgedeckt werden können, bleiben im Personaleinsatz "leer". Dadurch wird der planmäßige Ausfall abgebildet.
  • Die Anzahl der Lehrerwochenstunden im Grundbereich ergibt sich aus den Stundentafeln und der Klassen- und Gruppenbildung.
  • An Gymnasien ergibt sich in den Jahrgangsstufen 11 und 12 die Anzahl der Lehrerwochenstunden für Grundkurse und Leistungskurse aus der Zahl der fiktiven Klassen multipliziert mit dem Faktor 47.

2.2 Planung des Ergänzungsbereiches

Alle Schularten bilden den der Schule vom Landesamt für Schule und Bildung zugewiesenen Ergänzungsbereich ab. Diese Zuweisung kann von den Werten der VwV Bedarf und Schuljahresablauf abweichen, da es sich um ein Budget handelt.

2.3 Planung des Bedarfes für Deutsch als Zweitsprache

Schüler in Vorbereitungsklassen bzw. Vorbereitungsgruppen Deutsch als Zweitsprache werden wie folgt geführt:

1.Etappe und 2.Etappe
  • in der Stufe VKA Klassen in Absprache mit dem Schulreferenten und dem Migrationsbeauftragten des Standortes Klassen anlegen
  • Schüler der 1. und 2. Etappe den Regelklassen zuordnen (mit Ausnahme der Kollegs)
  • in den Schülerdaten im Register "Migration/DAZ" die für die DAZ-Etappen das "von"- und "bis"-Datum eintragen
  • im Bildungsplan Unterricht mit dem Fach "DAZ" als Mehrstufengruppe anlegen

siehe Planung Deutsch als Zweitsprache P-internal-link.png und Handbuch SaxSVS Kapitel 7P-internal-link.png

  • Die Betreuungslehrer der Schule erhalten automatisch pro gebildeter VKA-Klasse 2 Stunden schulbezogene Anrechnungen.
3. Etappe
  • Schüler der 3. Etappe den Regelklassen zuordnen
  • in den Schülerdaten im Register "Migration/DAZ" die für die DAZ-3 das "von"- und "bis"-Datum eintragen
  • 0,4 Std. pro Schüler mit Teilnahme an DAZ-3 im Grundbereich planen
  • im Bildungsplan Unterricht mit dem Fach "DAZ-3" (aus frei verfügbar) anlegen

Nähere Angaben dazu auch unter Planung Deutsch als ZweitspracheP-internal-link.png.

2.4 Planung des Bedarfes für Inklusion

Durch das SMK wurden für das Schuljahr 2018/2019 folgende Regelungen getroffen:

  • Auf der Basis der Schülerdaten wird für die Inklusion ein Gesamt-Budget geschaffen. Dieses Gesamtbudget berechnet sich aus:
Arbeitsvermögen aus Regelschule
Arbeitsvermögen aus FS
Grundschule
1,5
0,5
Oberschule
2,5
0,5
Gymnasium und BBS
2,5
0,5
  • Es ist Aufgabe des Landesamtes für Schule und Bildung dieses Gesamt-Budget auf die betreffenden Schulen und Schüler aufzuteilen und diesen zuzuweisen. Es ist nicht Ziel, jedem inklusiv unterrichteten Schüler die gleiche Stundenzahl zu gewähren. Die Entscheidung soll auf Grund des Einzelfalles getroffen werden.
  • In SaxSVS werden für den 2. Stichtag durch die Schule die Inklusionsstunden gemäß der Zuweisung durch das Landesamt für Schule und Bildung geplant, dazu werden die Stunden durch die Schule im Bildungsplan als Gruppenunterricht mit dem Bildungsangebot "INKL" im "GB" (Grundbereich) geplant.
  • Schülern der Inklusionsform Kooperation sind Schüler der Förderschule. Es werden in den Schülerdaten die Form "Koop" und der Hauptförderschwerpunkt gepflegt sowie Nebendatensätze an die kooperierende Regelschule geschickt und dort den entsprechenden Klassen zugeordnet.
  • Für Schüler der Förderschulen in Kooperationsklassen werden an den Förderschulen die entsprechenden Klassen gebildet. Es ist ein Klassentyp mit der Endung "int4" zu verwenden und die Kooperationsschule einzutragen.

2.5 Lehramtsanwärter/Referendare (LAA/Ref)

  • Lehramtsanwärter/Referendare erhalten teilweise einen selbständigen Lehrauftrag.
  • Rechtliche Grundlage bildet dabei die Lehramtsprüfungsordnung II – LAPO II.
  • LAA/Ref werden nicht im Schulmodul angelegt, sondern kommen mit ihrem Arbeitsvermögen per Datenaustausch an die Schule.

2.6 Planung Seiteneinsteiger

  • Seiteneinsteiger werden entsprechend ihres Arbeitsvermögens laut LPDK von den Schulen verplant.
  • Anrechnungen für Mentorenstunden werden als Aufschläge auf die schulbezogenen Anrechnungen durch die Schulreferenten verteilt und an der Schule später in der Tabelle "Anrechnungen, Ermäßigungen, Freistellungen, Minderungen und Funktionen" (AEFM) mit der Auswahl "Mentorentätigkeit" vergeben.

2.7 Mehraufwände in Schulen mit Besonderheiten

Mehraufwände für Schulen mit Besonderheiten können berücksichtigt werden. Dies gilt für:

  • Klassen, die eine Ausnahmegenehmigung erhielten,
  • Gruppen, die über Ausnahmegenehmigung gebildet werden durften,
  • Gymnasien mit vertiefter Ausbildung.
    • Pro Schüler in Gymnasien mit vertiefter Ausbildung können zusätzliche Stunden im GB ausgereicht werden. Die Anzahl der Stunden richtet sich nach einem Schlüssel für die einzelnen Vertiefungsrichtungen:
      • mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Vertiefung Pauschale pro Schüler 0,28 Std.
      • mit sprachlicher Vertiefung Pauschale pro Schüler 0,28 Std.
      • musischer Vertiefung Pauschale pro Schüler 0,70 Std
      • sportlicher Vertiefung Pauschale pro Schüler 1,00 Std.

Erteilte Ausnahmegenehmigungen sind an der Klasse bzw. an der Gruppe zu erfassen. Siehe dazu in der Anleitung die Punkte KlassenbildungP-internal-link.png und BildungsplanP-internal-link.png.

2.8 Planung schulvorbereitender Maßnahmen

Bei der Planung der kooperativer schulvorbereitenden Maßnahmen sind die Bildungsangebote SV:KK, SV:BF und SV:EA zu verwenden.
Siehe auch Planung der schulvorbereitenden Maßnahmen an GrundschulenP-internal-link.png.

2.9 Kürzungen in Klassenbildung und Tafelfächern

  • Kürzungen sind nur zu berücksichtigen, wenn der Unterricht in Religion/Ethik nicht zweistündig gewährleistet werden kann.
    In diesem Fall soll bereits der Bedarf auf 1 Wochenstunde gekürzt werden.
  • In allen anderen Fächern ist entsprechend der gültigen Stundentafeln zu planen und falls eine Abdeckung des Bedarfs mit Lehrpersonal nicht gegeben ist, bleiben die Stunden im Personaleinsatz "leer". Dadurch wird der planmäßige Ausfall abgebildet.

3 Terminüberblick 2. Stichtag zum Schuljahr 2018/2019

Handreichung 2tst 2018 kalender.png


Durch das zentrale Planungsteam des Landesamtes für Schule und Bildung wurden folgende Termine für die Schulleitungen festgelegt:

  • bis 5. September - Sendetermin der Schulen zur Prüfung der Klassen- und Gruppenbildung (Durchführen der Plausiprüfungen und Senden auf 2. Stichtag)
  • ab 25. September bis 25. Oktober - Sendetermin der Schulen zur inhaltlichen Prüfung und Übernahme in Pegasus
  • ab 25. Oktober - Planungsbestätigung der Schulreferenten möglich, vorausgesetzt die Übernahme der Daten nach Pegasus war erfolgreich
  • bis 9. November - Fertigstellung aller Prüfungen und Korrekturen

4 Checkliste und Aufgaben je allgemeinbildende Schule

Die Checkliste enthält die zum 2.Stichtag notwendigen Aufgaben mit entsprechenden Hinweisen.
Eine ausführliche Anleitung wird auf der Seite Anleitung 2. Stichtag für SchulleitungP-internal-link.png bereitgestellt. Die Checkliste enthält in der rechten Spalte Verlinkungen auf diese Seite.

Aufgaben und Hinweise Ansicht in SaxSVS und Verlinkungen zur Anleitung
Pflege der für die Amtl. Schulstatistik (Pegasus) relevanten Schülerdaten

Check.png Stammschuleintrag

Der Stammschuleintrag ist Voraussetzung für die Zählung des Schülerdatensatzes zum Stichtag.

Check.png Anwesenheit, Staatsangehörigkeit, Muttersprache, Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch, Teilnahme DAZ

Bei Schülern in DAZ-Etappen müssen "von"- und "bis"-Daten bei DAZ-1, DAZ-2 oder DAZ-3 eingetragen sein.

Check.png Wohnorte bei den Sorgeberechtigten nach Gemeindeschlüssel
Check.png Versetzungsdaten inkl. Art/BG, Nichtversetzung, Wertung

Fehlende oder falsche Art/BG verhindern die Zählung in der Schulaufsicht und der amtlichen Schulstatistik.

Check.png Fremdsprachen
Check.png (schwerst-)mehrfach Behinderungen
Check.png Förderschwerpunkte und sonderpädagogischer Förderbedarf aufgrund gutachterlich bestätigtem Autismus
Check.png Inklusionen

Bei Schülern mit inklusiver Unterrichtung muss eine gültige Zeitscheibe in der Tabelle „Inklusive Unterrichtung / Kooperative Unterrichtung“ eingetragen sein.

Check.png Einschulungsentscheidung bei Schulanfängern (nur an GS)
Check.png Kindergartenbesuch im Jahr vor der Schulaufnahme bei Schulanfängern (nur an GS)
Check.png Erfassung der Elternrats- und Schülerratsvorsitzenden und deren Stellvertreter inkl. der Einwilligung zur Veröffentlichung
Check.png Kontrolle der Laufbahn der Schüler

In der Laufbahn müssen für das aktuelle Schuljahr und den 1. November des vorherigen Schuljahres gültige Daten eingetragen sein.
Es sollten möglichst alle Schülerdaten für die amtliche Schulstatistik Pegasus schon in SaxSVS richtig gepflegt werden, da eine Anpassung in Pegasus erst nach Einfrieren der Schule durch den Schulreferenten sinnvoll ist.
Kontrolle des Übergangs an weiterführende Schulen

Check.png an Schulen mit Klassenstufen 5

Kontrolle der Einträge bei Übergang an Schule in der Tabelle Bildungsempfehlungen des Vorjahres bei Schülern der Klassenstufe 5

Check.png Kontrolle der eingetragenen Abschlüsse an Schulen mit Abgängern (FS, MS, GYM)

Bei Schülern in der Jokerklasse #Abg müssen im Register Abgang der Abschluss und ggf. die Zeugnisart eingetragen sein

Kontrolle des Arbeitsvermögens der Lehrkräfte, Lehramtsanwärter / Referendare und kirchlichen Lehrkräfte
Check.png Arbeitsvermögen laut Vertrag
Check.png Anrechnungen für Weiterbildungen
Check.png Ermäßigungen für Alter und Schwerbehinderung
Check.png langfristiger Ausfall ggf. Mutterschutz
Check.png beendete Abordnungen und Ruhestand
Check.png personenbezogene Anrechnungen
Check.png erworbener Abschlusses für die amtliche Schulstatistik

Vergabe/Kontrolle der schulbezogenen Anrechnungen

Pflege der Funktionen:
Check.png Beratungslehrer (Unterscheidung zwischen mit und ohne Qualifikation)
Check.png Frauenbeauftragte
Check.png Sicherheitsbeauftragte/r
Check.png Datenschutzbeauftragte/r
Check.png Gefahrstoffbeauftragte/r
Check.png PITKO
Check.png Brandschutzhelfer/in
Check.png Inklusionsbeauftragte/r
Check.png Betreuungslehrer Migranten

Wenn sich der Stundenumfang nicht ändert, wird keine neue Zeitscheibe für das Schuljahr angelegt, sondern nur die bereits existierende Zeitscheibe verlängert.
Klassenbildung überprüfen

Check.png Ausnahmegenehmigungen mit Fallgruppe erfassen

Die Fallgruppe wird nur bei der betroffenen Klasse eingetragen.
Bei Schulen mit jahrgangsübergreifenden Unterricht in der Klassenstufe 1 wird eine Ausnahmegenehmigung mit der Fallgruppe III eingetragen.
Allgemeinbildende Förderschulen mit Kooperationsklassen erfassen in der Klassenbildung an der entsprechenden Klasse die Kooperationsschule.

Check.png Kontrolle der Schülerzahlen in den Klassen im Klassen-Popup

Bildungsplan inkl. Gruppenbildung und Planung des Ergänzungsbereiches überprüfen

Check.png Ausnahmegenehmigungen mit Fallgruppe erfassen

Die Fallgruppe wird nur bei der betroffenen Gruppe eingetragen.

Check.png keine GTA-Stunden planen, außer mit Bereich "ZB" (zusätzliches Bildungsangebot)

Check.png Zuordnung von Schülern zu Gruppen in den Bildungsangeboten der amtlichen Stundentafel

Eine Zuordnung der Schüler zu den Gruppen in allen Fächern der amtlichen Stundentafel ist wichtig für eine korrekte Übernahme der Daten in die amtl. Schulstatistik Pegasus.
Wenn Schüler in Wahlfächern Religion/Ethik nicht den Gruppen zugeordnet wurden, fehlt der Eintrag für das Wahlfach außerdem auch in den Schülerdaten im Register Wahlfächer.

Check.png Erfassung des Personaleinsatzes der Lehrkräfte und Lehramtsanwärter / Referendare

Check.png Durchführung der Plausiprüfungen zum 2. Stichtag und zu Pegasus vor der Stichtagsmeldung

Check.png Sendung der Daten auf den 2. Stichtag
Vor der Abgabe des Stichtages wird automatisch geprüft, ob vorher die Plausiprüfungen durchgeführt worden sind.
Die Daten werden automatisch auch in die amtliche Schulstatistik Pegasus übernommen! Bevor der Schulreferent die Schule nicht eingefroren hat, ist eine händische Bearbeitung der Pegasustabellen nicht sinnvoll, da mit jeder neuen Sendung auf 2. Stichtag die Daten wieder überschrieben werden.

5 Downloads

PDF-Version - Handreichung 2-Stichtag für Schulleitungen.pdf
Checkliste einzeln - Checkliste 2-Stichtag.pdf